Kandidatenabfuhr 1968

Die Kutsche hatte die Kandidaten [nach dem Kandelmarsch] noch aufs Haus gebracht. Auch Angehörige und einige weitere Arminen wollten das Ereignis noch auf dem Haus ausklingen lassen. Die Einladung, doch auch noch ein Bier mitzutrinken, wollte der Kutscher zuerst mit Hinweis auf sein Gespann ablehnen. Doch warum nicht auch den Pferden eine Pause gönnen? Also schirrte der Kutscher seine Pferde aus und führte sie zum Grasen auf unsere Wiese und nahm dann gerne das Bier an.

Nach einiger Zeit fragte einer der Kandidaten, ob man auf den Pferden auch mal reiten dürfte? Der Kutscher hatte nichts dagegen und so kletterten die Kandidaten nacheinander (im „Schwarzen Anzug“ und natürlich ohne Sattel!) auf die Gäule. Erst wurde nur im Schritt geritten, dann auch mal im Trab. Und weil die Pferde unterschiedlich temperamentvoll waren, musste auch jeder mal jedes Pferd ausprobieren. So ging das eine ganze Weile. Zuletzt wurde auch noch AH Pfahl zu einem Ritt animiert. Das ging solange, bis einer der Kandidaten, es war BB Priel, vom Gaul stieg, breitbeinig daher stakste und mit schmerzverzerrtem Gesicht erklärte: „Jetzt weiß ich, wieso die Cowboys immer so breitbeinig daher kommen.“

Der Kutscher machte sich dann mit seinen Gäulen „vom Acker“.  Neben einigen Äpfeln hatten diese auf der nassen Wiese auch noch jede Menge Löcher hinterlassen. Konnte man das etwa nur den Kandidaten anlasten? Wo doch sogar der Vorstand (BB Pfahl war damals Schriftführer des AHV) daran beteiligt war?

Erinnerung von BB Hobby

Schreibe einen Kommentar