Drei Arminen im Schnee

Die Münchner Arminen Knall, Ardie (damals noch Murks) und Pinsel gönnten sich ca. anno 1970 einen herrlichen Skitag in den Tiroler Bergen, in Alpbach. 

Obligatorisch zum Abschluss vor der Rückfahrt noch ein Besuch im Auracher-Löchl in Kufstein, ein traditionell bekannter Ort die Erlebnisse des Tages mit gutem Speis und Rotwein abzuschließen.

Unsere Tischrunde mit einigen fremden aber urigen Skigenossen entwickelte weiteren Rotweinbedarf. 

Vor der Bestellung des nächsten Liters stellte sich jedoch die technische Frage, wer aus unserem Trio ist bereit Pinsels Auto dann über die noch damals bestehende Grenzkontrolle zu fahren. 

Die nach der Grenze restlichen 100 km Heimfahrt über die Autobahn nach München waren kein Problem, da es noch zu einer Zeit mit weitaus unauffälligen Alko-Kontrollen war. 

Unser Knall erklärte sich für diesen Fahr-Dienst bereit mit dem Verzicht auf weitern Weinkonsum. 

Zur Glaubhaftigkeit und Beweis seiner Absicht legte er einen Bierdeckel auf sein Weinglas und bestätigte sein Vorhaben noch mit der Bestellung von Mineralwasser. 

Für Ardie und Pinsel war dies ein befreiendes Signal für weiteren Rotweingenuss bei immer fröhlich werdender Tischrunde.

Im Überschwang unserer Unterhaltung bemerkten wir zunächst gar nicht, der Knall war weg!

Bei unserer Suche fand ihn Ardie beim pinkeln schwankend und lallend immer dasselbe singend. 

Unser einstimmiger Tenor: „Mit dem fahrn mir nemme“

Knall gestand uns dann kleinlaut zwar wie versprochen, nicht mehr aus seinem Glas getrunken zu haben, abwechselnd bediente er sich jedoch aus unseren beiden Gläsern mit dem einen oder auch anderen Schluck, dies gehörte ja nicht zu unserer Absprache.

Damit war uns klar geworden, keine Autofahrt mehr möglich, wir müssen übernachten. Doch wie und wo, gerade war Mitternacht erreicht.

Und wie informieren wir zuhause unsere Obrigkeit über unser Schicksal der höheren Gewalt nicht heim kommen zu dürfen.  Die Handyzeit war noch in weiter Ferne.

Im Auracher-Löchl waren die Zimmer belegt doch mit deren Vermittlung gab es in einem Nachbarhotel für uns noch drei Zimmer.

Von der anschließenden Rest-Hotelnacht ist noch zu berichten, dass die freudig von Ardie in den Kufsteinerhimmel geschmetterten „Caruso Duschkabinen Arien“ bei anderen Hotelgästen keinen großen Anklang fanden. Es lag wohl an der Lautstärke und nicht an seiner Musikalität.

Am nächsten Morgen, zwar etwas verkatert, doch ob des Traumwetters einladend für einen weiteren Skittag, einstimmig beschlossen, wir bleiben noch mal hier, aber nicht inside wie gestern Abend.

Doch der Wille nochmal gut auf den Skiern zu stehen war stärker als das Ergebnis der Bemühungen unserer doch sehr müden Körper.

Diese „Drei Arminen im Schnee“ Aktion ist in unserer Erinnerung bis heute noch sehr gegenwärtig und Beweis dafür: 

„es muss doch sehr schön gewesen sein.“

Erinnerung von BB Pinsel und BB Ardie  

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